WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH
DIin Christina Braith, BSc Trabrennstraße 5, 3. OG 1021 Wien 01/720305017 office@wienprojekt.at
AEE – Institut für nachhaltige Technologien
DI Dr. Tobias Weiss
Feldgasse 19 8200 Gleisdorf 03112/5886 office@aee.at
Sportarena Wien
Das ehemalige Ferry-Dusika-Hallenstadion in Wien wurde durch die moderne Sportarena Wien ersetzt, um den Anforderungen des zeitgemäßen Spitzen- und Breitensports besser gerecht zu werden. Im Zuge der Arbeiten wurde das alte Stadion abgebrochen und ökologisch sowie sozial nachhaltig rückgebaut. Ein Großteil des Gesamtaufkommens wurde verwertet bzw. wiederverwendet und rund 20 % der ehemaligen Tribünen-Stühle konnten zur Wiederverwendung vermittelt werden. Die neue Arena bietet auf 13.000 m² eine multifunktionale Infrastruktur für zahlreiche Sportarten wie Leichtathletik, Radsport, Turnen und Ballsportarten. Mit ihrer modernen Ausstattung und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten ist die Sportarena Wien nicht nur ein Trainingszentrum für Leistungssportler:innen, sondern auch ein Veranstaltungsort für nationale und internationale Sportevents. Der Bau markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur Wiens.
Die Sportarena Wien verfolgt ein innovatives und nachhaltiges Energieversorgungskonzept, das auf der Kombination von PVT-Hybridkollektoren und Bauteilaktivierung basiert. Auf dem Dach der Sportarena wurde die aktuell größte PVT-Anlage Europas installiert. Insgesamt 1.134 Sunmaxx PX-1 Hybridmodule mit einer Gesamtfläche von 2.268 m² erzeugen jährlich etwa 1,4 GWh Wärme und 3,0 GWh Strom. Diese PVT-Module kombinieren Photovoltaik (Stromerzeugung) und Solarthermie (Wärmeerzeugung) in einem System, was eine besonders effiziente Nutzung der Dachfläche ermöglicht.
Durch die Kombination vieler Maßnahmen wird die Sportarena zu 100 % mit erneuerbarer Energie versorgt, erreicht eine hohe Energieautarkie bei gleichzeitig niedrigen, planbaren Betriebskosten und erzielt den Zertifizierungsstandard „klimaaktiv Gold“.
Ein weiteres zentrales Element des Energieversorgungskonzepts ist die Bauteilaktivierung. Dabei werden die Betondecken der Sportarena mit integrierten Heiz- und Kühlsystemen ausgestattet, die die thermische Masse des Betons nutzen, um eine konstante Raumtemperatur zu gewährleisten. Diese Technik sorgt für ein angenehmes Raumklima und trägt zur Reduktion des Energieverbrauchs bei. Durch die Kombination von PVT und Bauteilaktivierung mit Wärmepumpen (540 kW) und Tiefensonden erreicht die Sportarena Wien einen hohen Standard in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit und setzt damit neue Maßstäbe für moderne Sportstätten.