Die Sportarena Wien ist einzigartig.
Drei eigenständige Sportbereiche und ein modernes Leistungszentrum, verteilt auf mehreren übereinander liegenden Ebenen, an einem Ort vereint. Sie ist eine ganzjährig nutzbare Trainingsstätte und Veranstaltungsort und wird zudem energieautark betrieben.
Als Ersatz für das ehemalige Ferry-Dusika-Hallenstadion mit der einzigen Radrennbahn Österreichs entstand am Standort im 2. Wiener Gemeindebezirk eine neue Multifunktionshalle, die „Sport Arena Wien“, SAWI, welche nach der feierlichen Eröffnung Anfang September in Vollbetrieb ging. 25.000 m² beheizte Bruttogeschoßfläche werden hierbei mit Wärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 540 kW mit Wärmeenergie UND Warmwasser versorgt – obwohl die Heizlastberechnung nach ÖNORM 12831 eine Heizlast (ohne mechanische Lüftungsanlage und ohne Warmwasserversorgung) von 2.100 kW aufweist. 3.500 m² PV-T Kollektoren am Dach und der intelligente Einsatz von Speichermassen machen dies möglich.
Das Energiekonzept
Mit unserem wegweisenden Energiekonzept konnte ein nahezu energieautarkes Gebäude errichtet werden. Die Eigenversorgung mit Wärme und Strom steht im Vordergrund. Mit dem Einsatz von Geothermie, Sonnenenergie und Überschusswindstrom erreicht die Sportarena Wien bilanziell eine vollständige Eigenversorgung mit umweltfreundlicher Energie für den Technischen Gebäudebetrieb. Im Energieausweis konnte so A++ erreicht werden.
Über ein Tiefensondenfeld mit 75 Duplexsensoren, die jeweils 150 Meter tief in den Boden reichen, wird der Erdkörper unter der Sport Arena als thermischer Speicher zum Heizen und Kühlen genutzt.
Zudem setzt die Sportarena Wien auf Bauteilaktivierung: Die thermische Trägheit der Speichermasse nahezu aller horizontalen Betonbauteile wird genutzt, um Energie im Gebäude zu speichern.
Wirkungsvoll wird das System durch die zurzeit größte thermisch genutzte PV-Anlage (PVT) Österreichs auf dem Dach der Leichtathletikhalle, mit der sowohl Wärme als auch Strom für die Eigenversorgung genutzt werden können.